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St. Peter Ording, 3. September 2004

2. Kitebuggy-Weltmeisterschaft von 11. bis 17 September

Ein buntes Gewimmel, eine rasante Jagd über den Strand - einfach ein beeindruckendes Ereignis.
Schaut man mitten ins Renngeschehen, ist Kitesailing ein spannender Sport, der das Taktieren bei einer Segelregatta vereint mit dem Erlebnis Natur, dem Gefühl von Freiheit und einem Geschwindigkeitsrausch, der umso intensiver wirkt, da die Sportler nur eine faustbreit über den Strand dahinfegen.

 


Viele Strandbesucher haben den schnellen Sport schon einmal fasziniert beobachtet - konnten dem Geschehen aber keinen Namen geben. Was sie da gesehen haben, nennt sich Kitesailing. Segeln, angetrieben von einem Kite an Land.


alien-riders.com



Kites sind moderne Zugschirme, die der Entwicklung von High-Tech-Gleitschirmen in nichts nachstehen und den Wind mit maximaler Effizienz in Vortrieb umsetzen. An vier hochbelastbaren Schnüren wird der Pilot samt seinem dreirädrigen Gefährt, dem Kitebuggy, auf bis zu 100 Stundenkilometer bescheunigt. Der Begriff 'Sailing' weist darauf hin, dass man mit Kite und Buggy weit mehr machen kann, als nur hin und her zu fahren. Bei den Regatten werden daher Kurse gesteckt, welche die Piloten zu schwierigen Manövern zwingen. Um ganz vorne dabei zu sein, sind Taktik, Geschick und enorm viel Erfahrung nötig.

 

 

Im Herbst wird in St. Peter Ording an der deutschen Nordseeküste die zweite Kitebuggy-Weltmeisterschaft ausgetragen. Doch nur die Besten dürfen vom 11. bis 17. September an den Start gehen - mit Fahrern aus ganz Europa, den Vereinigten Staaten von Amerika und, und, und. Aber die deutschen Starter dürfen noch mehr: nämlich sich Hoffnungen auf die vorderen Plätze machen. Sämtliche Siege gingen während der ersten Weltmeisterschaft an das Team mit den Landesfarben Schwarz-Rot-Gold. Bei den Männern gewann Stephan Knickmeier aus dem Herforder Raum, bei den Frauen siegte Ute Nissen aus Kiel, und auch in der Teamwertung kam keiner an das starke deutsche Team heran.


Längst ist es nicht nur eine Hand voll Verrückter, die vom Kitesailing fasziniert sind. In der German Parakart Association e.V., der GPA, sind inzwischen mehr als 1000 Buggyfahrer aus allen Teilen des Landes organisiert - und selbst die Jugend liefert sich schon heiße Rennen. Um in diesen Sport einzusteigen, benötigt man ein wenig Mut und ein bisschen Geschick - die Grundlagen sind schnell gelernt. Eine Reihe von Buggyfahrschulen bieten qualifizierte Kurse nach offiziellen Grundlagen der GPA an. Wer einen Kurs besucht, sitzt meist schon am ersten Tag im Buggy und kitet einem völlig neuen Glücksgefühl entgegen. Was anfangs noch langsam und vorsichtig vonstatten geht, wird bald zum Wetteifern mit der eigenen Courage, denn das Gefühl für die Geschwindigkeit ist enorm.

 

 

Wer die Lizenz zum Buggyfahren haben möchte, braucht allerdings mehr als Spaß an der Sache. Er muss sich vor allem in punkto Vorfahrtsregeln auskennen sowie Buggy und Kite sicher beherrschen. Doch die ständig wachsende Begeisterung für diesen Sport zeigt, dass dies kein Hindernis ist. Und das Engagement lohnt sich: Mit einer Lizenz darf man auch auf solch traumhaften Stränden wie in St. Peter - Ording fahren. Weitere beliebte Ziele sind die dänischen Nordsee-Inseln Fanö und Römö, wo ein Teil der deutschen Meisterschaftsrennen ausgetragen wird. Wer es lieber wärmer mag, kann Traumspots wie La Franqui in Südfrankreich oder die Lagune im Süden Fuerteventuras besuchen. Tunesien bietet mit dem ebenen Salzsee Chott El Cherid und der Dünenlandschaft von Douz für jeden Kitesailing-Spaß das richtige Terrain. Wer nicht in die Ferne schweifen will, findet womöglich auch auf der Wiese nebenan bereits ein geeignetes Übungsgelände

 



Quelle und Fotos: www.kitebuggy-wm2004.de

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